Hyperhidrose

Medizinisch überprüft. Zuletzt Bearbeitet am 20.02.2026

Hyperhidrose bedeutet, dass der Körper mehr schwitzt als eigentlich nötig. Die Schweißdrüsen arbeiten dabei wie „auf Dauerbetrieb“, auch wenn es gar nicht heiß ist und man sich nicht körperlich anstrengt. Besonders häufig sind die Achseln, Hände oder Füße betroffen, manchmal auch Gesicht oder andere Körperstellen.

Ursache ist kein „Nervositätsproblem“ oder mangelnde Hygiene, sondern eine Fehlsteuerung der Nerven, die das Schwitzen regulieren. Diese senden zu viele Signale an die Schweißdrüsen, obwohl der Körper gar keine Kühlung braucht. Meist hat diese Veranlagung einen genetischen Hintergrund – sie ist also erblich.

Hyperhidrose ist eine körperliche Erkrankung, die viele Menschen betrifft und heute gut behandelt werden kann. Niemand muss sich dafür schämen.

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Übersicht

Was ist Hyperhidrose?​

Hyperhidrose bedeutet „übermäßiges Schwitzen“ (griechisch wörtlich übersetzt: hyper = zu viel, hidros = Wasser, also zu viel Schweiß). Die Schweißdrüsen sind dabei übermäßig aktiviert und produzieren viel mehr als nötig, ohne dass ein körperlicher Grund wie Hitze oder Sport vorliegt. Das kann spontan, oder manchmal sogar nachts passieren.

Schwitzen ist an sich lebensnotwendig, denn es kühlt den Körper und schützt vor Überhitzung. Bei Hyperhidrose läuft dieser Mechanismus jedoch außer Kontrolle. Das vegetative Nervensystem, das das Schwitzen normalerweise automatisch steuert, sendet dabei zu starke oder zu häufige Signale an die Schweißdrüsen.

Welche Arten von Hyperhidrose gibt es?​

Es gibt zwei Hauptformen von Hyperhidrose:

  • Primäre Hyperhidrose: Tritt ohne erkennbare Grunderkrankung auf. Sie beginnt oft in der Kindheit oder Pubertät, betrifft meistens bestimmte Körperstellen und hört beim Schlafen meist auf. Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig verstanden, aber genetische Faktoren spielen wahrscheinlich eine Rolle.
  • Sekundäre Hyperhidrose: Wird durch eine andere Erkrankung oder ein Medikament ausgelöst. Im Unterschied zur primären Form betrifft sie häufig den ganzen Körper und kann auch nachts auftreten.

Wie verbreitet ist Hyperhidrose?​

Hyperhidrose ist tatsächlich weit häufiger als die meisten Menschen vermuten. Schätzungen zufolge sind etwa 1 bis 5 Prozent der Bevölkerung betroffen, was allein in Deutschland mehreren Millionen Menschen entspricht. Viele suchen trotzdem keine ärztliche Hilfe, weil sie gar nicht wissen, dass Hyperhidrose eine anerkannte und gut behandelbare Erkrankung ist.

Symptome

Was sind die Symptome von Hyperhidrose?

Das Hauptsymptom von Hyperhidrose ist Schwitzen, das über das normale Maß hinausgeht. Es kann so stark sein, dass Schweiß sichtbar durch Kleidung dringt oder von den Händen tropft. Typisch für die primäre Form ist, dass das Schwitzen in Ruhe oder bei leichter emotionaler Anspannung auftritt, etwa beim Händeschütteln, Tippen oder Sprechen.

Typische Anzeichen sind:

  • Deine Kleidung ist innerhalb kurzer Zeit durchgeschwitzt.
  • Schweißperlen bilden sich ohne körperliche Anstrengung.
  • Deine Hände sind so nass, dass Gegenstände aus der Hand gleiten.
  • Du musst deine Kleidung mehrmals am Tag wechseln.
  • Das Schwitzen tritt oft ganz plötzlich auf, sogenannte Schweißattacken.

Oft leiden Betroffene auch unter Begleiterscheinungen. Die Haut kann durch die ständige Nässe aufweichen, was Pilzinfektionen oder Entzündungen begünstigt. Auch ein unangenehmer Geruch kann entstehen. Das belastet viele Menschen im sozialen Leben sehr.

Wo tritt Hyperhidrose auf?

Bei der primären Hyperhidrose schwitzt man meistens nur an bestimmten Körperstellen. Man spricht dann von fokalen Bereichen, also klar abgrenzbaren Zonen. Die häufigsten sind:

  • Achseln (Axilläre Hyperhidrose [Blogpost])
  • Hände (Palmare Hyperhidrose [Blogpost])
  • Füße (Plantare Hyperhidrose [Blogpost])
  • Gesicht und Kopfhaut (Kraniofaziale Hyperhidrose [Blogpost])
  • Leisten- und Genitalbereich (Inguinogenitale Hyperhidrose [Blogpost])

Oft sind mehrere dieser Bereiche gleichzeitig betroffen. Die sekundäre Hyperhidrose hingegen tritt häufig am ganzen Körper auf.

Ursachen

Was sind die Ursachen von Hyperhidrose?

Bei der primären Hyperhidrose ist die genaue Ursache noch nicht vollständig verstanden, es liegt jedoch eine genetische Neigung vor. Was man weiß: Das vegetative Nervensystem steuert die Schweißdrüsen, und bei Hyperhidrose ist diese Nervensteuerung überaktiv zund sendet zuviele Signale, ohne dass ein äußerer Reiz alleine das erklären würde. Stressige Situationen, Wärme oder Aufregung können das Schwitzen zwar auslösen und verstärken, sind aber nicht die eigentliche Ursache.

Bei der sekundären Hyperhidrose sieht es anders aus. Hier steckt eine andere Erkrankung hinter dem starken Schwitzen. Mögliche Auslöser sind:

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Wechseljahre (Menopause)
  • Infektionskrankheiten oder chronische Entzündungen
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson)
  • Übergewicht

Medikamente die Schwitzen auslösen können

Manche Medikamente können übermäßiges Schwitzen als Nebenwirkung verursachen. Das ist häufiger als viele denken und wird oft nicht als solche erkannt. Zu diesen Medikamenten gehören unter anderem:

  • Bestimmte Antidepressiva (vor allem SSRIs und SNRIs)
  • Fiebersenkende Mittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen
  • Bestimmte Blutdruckmittel
  • Morphin und andere Opioid-Schmerzmittel

Falls du dir unsicher bist, ob ein Medikament dein Schwitzen auslöst, kannst du jederzeit einen Termin mit einem unserer Spezialisten vereinbaren.“ [Terminvereinbarung]

Ist Hyperhidrose vererbbar?​

Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass die primäre Hyperhidrose in Familien gehäuft vorkommt. Studien zeigen, dass über zwei Drittel der Betroffenen mindestens ein Familienmitglied mit denselben Beschwerden hat. In Kooperation des DHHZ mit dem Forschungsinstitut für Psychobiologie der Universität Trier konnten Genorte gefunden werden. Hyperhidrose ist erblich.

Diagnose und Tests

Wie stellt ein Arzt Hyperhidrose fest?

Die Diagnose Hyperhidrose wird vor allem klinisch gestellt, also durch das Gespräch und die körperliche Untersuchung. Dein Arzt oder deine Ärztin wird fragen, seit wann das Schwitzen auftritt, wo genau, ob es nachts vorkommt und ob Auslöser bekannt sind. Außerdem wird geprüft, ob eine Grunderkrankung als Ursache infrage kommt.

Standardisierte Fragebögen wie der Hyperhidrosis Disease Severity Scale (HDSS) helfen dabei, den Schweregrad einzuschätzen und die richtige Behandlung zu finden.

Wenn dich die Beschwerden stark belasten, kann eine erste Abklärung beim Hausarzt sinnvoll sein. Für eine spezialisierte Diagnose und Behandlung kannst du auch direkt einen Termin bei uns vereinbaren. [Terminvereinbarung Erstuntersuchung]

Welche Tests gibt es um Hyperhidrose festzustellen?

Neben dem Gespräch gibt es einige diagnostische Tests, die bei der Diagnose helfen können:

  • Iod-Stärke-Test (Minor-Test): Auf die Haut werden eine Iod-Lösung und Stärkepuder aufgetragen. Schweißreiche Bereiche verfärben sich schwarz, so lässt sich die betroffene Zone sichtbar machen.
  • Gravimetrie: Die Schweißmenge wird direkt gemessen, indem ein Fließpapier den Schweiß auffängt und gewogen wird. Das liefert ein objektives Bild davon, wieviel Schweiß wirklich fließt.
  • Sudometrie: Diese Untersuchung macht die Reiz-Antwort-Regulation des Schwitzens sichtbar. Die Dynamik des Schwitzens unterscheidet sich bei Hyperhidrose vom „Normalschwitzen“ und ist messbar. Hierbei wird Sensorik auf der Haut befestigt, dann das Schwitzen provoziert und die Schwitzreaktion auf den Reiz dynamisch gemessen.
  • Apparative- und Blutuntersuchungen: Bei Verdacht auf sekundäre Hyperhidrose können weiterführende Untersuchungen erforderlich sein. Beispielsweise werden Schilddrüsenwerte, Blutzucker, Hormonspiegel und andere Parameter geprüft. Oder es sind apparative Verfahren wir CT oder MR zur weiteren Klärung erforderlich.

Nicht alle Tests sind immer notwendig. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von deiner individuellen Situation ab. Du kannst auch vorab unseren kostenlosen [Online-Quick-Check] machen, um besser einzuschätzen, ob eine ärztliche Abklärung empfehlenswert ist. Hier bieten wir einen kurzen kostenfreien Videocall an und nach 12 Minuten hast du Klarheit, wie du weitermachen kannst.

Behandlung

Wie wird Hyperhidrose behandelt?

Es gibt viele wirksame Behandlungsmöglichkeiten für Hyperhidrose. Sie werden meist stufenweise eingesetzt und reichen von einfachen Maßnahmen zu Hause bis hin zu medizinischen Eingriffen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind und welche Körperstellen betroffen sind.

Hyperhidrose Behandlung von Zuhause

Als erster Schritt empfehlen sich spezielle Antitranspirantien mit dem Wirkstoff Aluminiumchlorid. Dieser blockiert die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen vorübergehend und reduziert so die Schweißabgabe. Diese Produkte sind rezeptfrei erhältlich und werden abends auf trockene Haut aufgetragen. Bei milder Hyperhidrose können sie gut wirken.

  • Atmungsaktive Kleidung aus Naturfasern tragen, damit Schweiß schneller verdunstet
  • Funktionskleidung, aus z.B. Polyester, transportiert Schweiß schneller von der Haut weg in die nächste Kleidungsschicht und sorgt so für ein trockeneres Hautgefühl.
  • Regelmäßiges Wechseln der Socken und Einlagen bei Fußhyperhidrose [Blogpost: Schweißfüße – was hilft wirklich?]

Hyperhidrose Medikamente

Für viele Betroffene sind Antitranspirantien nur der erste Schritt. Wenn sie nicht ausreichen, gibt es medikamentöse Optionen. Die Medikamente hemmen die Nervensignale an die Schweißdrüsen und reduzieren so die Schweißproduktion. Es gibt sie in zwei Formen:

  • Als Tabletten: Wirken am ganzen Körper und können das gesamte Schwitzen bedarfsgerecht herunterregeln. Sie sind sehr verträglich und haben vertretbar geringe Nebenwirkungen wie beispielsweise Mundtrockenheit.
  • Lokal wirksame Creme: Noch recht neu und wenig bekannt, gibt es eine aus Deutschland stammende Creme, für deren Entwicklung das DHHZ viel Unterstützung geleistet hat. Speziell für die Achsel-Hyperhidrose entwickelt, wird das Medikament Axhidrox® direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen, wandert durch die Haut zu den Drüsennerven und bremst das Schwitzsignal. Das Besondere: Direkte Wirkung und weniger Nebenwirkungen, das sich nur wenig Wirkstoff im Körper verteilt. Mehr zu Axhidrox® findest Du hier: [Axhidrox]

Eine medikamentöse Behandlung kann im DHHZ auch als Online-Behandlung begleitet werden. Mehr zu Medikamenten gegen Hyperhidrose findest du hier: [Medikamente zur Hyperhidrosebehandlung]

weiterführende Hyperhidrose Therapien​

Ab einem gewissen Schweregrad kommen spezialisierte Therapien zum Einsatz, die gezielt an den Schweißdrüsen ansetzen.

  • Leitungswasser-Iontophorese: Hände oder Füße werden in Wannen mit Leitungswasser getaucht, durch die ein schwacher Gleichstrom fließt. Das Verfahren reduziert die Schweißproduktion nachweislich und hat kaum Nebenwirkungen. Zu Beginn sind tägliche Anwendungen nötig, deswegen verordnen wir solche Systeme nach Hause. Nach Wirkungseintritt reichen Erhaltungssitzungen. Geräte gibt es auch zur Heimnutzung. Mehr dazu: [Leitungswasser-Iontophorese]
  • Botulinumtoxin-Injektionen: Botulinumtoxin, umgangssprachlich oft nach dem Medikament Botox® genannt, wird direkt in die betroffenen Hautbereiche injiziert. Es blockiert die Nervensignale an die Schweißdrüsen und ist besonders wirksam bei Achsel-, Hand- und Fußschwitzen, kann aber auch an allen anderen Körperregionen angewendet werden. Die Wirkung hält in der Regel 4 bis 9 Monate an und muss danach wiederholt werden. Details: [Botulinumtoxin bei Hyperhidrose]
  • Thermotherapie (miraDry®): Die Mikrowellentherapie miraDry verödet ohne äußere Verletzung die Schweißdrüsen. Da Schweißdrüsen nicht nachwachsen ist die Wirkung dauerhaft. MiraDry wurde für die Behandlung von Achselschwitzen entwickelt und wird im DHHZ auch am Rumpf und bei Schwitzen am Gesäß und im Intimbereich eingesetzt. Weitere Infos: [miraDry]

Hyperhidrose Operation​

Bei schwerer Hyperhidrose, die auf keine andere Therapie anspricht, kann ein operativer Eingriff in Betracht gezogen werden.

Die häufigste Methode bei therapieresistentem Händeschwitzen ist die Endoskopische Thorakale Sympathektomie, kurz ETS genannt oder ETSC, wie bei uns im DHHZ, da wir die Sympathikusblockade mit Clips durchführen. Dabei werden Titanclips auf den Schweissnerv aufgeklemmt und so die Nervenimpulse unterbrochen, die das Schwitzen an Händen oder auch Achseln oder Kopf steuern.

Auch schwitzende Füße sind mit einer Sympathikusblockade operativ behandelbar. Diese Operation heißt ELSC, die Endoskopische Lumbale Sympathikusclipblockade und bringt nachhaltig trockene Füße.

Eine Sympathikusblockade ist dauerhaft wirksam, bedeutet aber eine Operation mit Risiken und Nebenwirkungen. Die sicherlich wichtigste Nebenwirkung ist das sogenannte kompensatorische Schwitzen, das immer nach ETSC und viel weniger stark nach einer ELSC auftritt. Dazu haben wir spezielle Informationen: [kompensatorisches Schwitzen].
Aus diesem Grund wird die Operation erst überlegt, wenn alle anderen Therapien keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben. Und wir können im Rahmen spezieller Untersuchungen kompensatorisches Schwitzen abschätzen.
Mehr Informationen: [Operation / ETS]

Gibt es Nebenwirkungen der Behandlung?

Welche Nebenwirkungen auftreten können, hängt stark von der gewählten Behandlung ab und ist individuell sehr unterschiedlich. Deshalb ist eine auf Dich persönlich abgestimmte Therapie so wichtig. [Terminvereinbarung]

Antitranspirantien sind in der Regel gut verträglich, können bei empfindlicher Haut aber gelegentlich Reizungen verursachen. Anticholinergika in Tablettenform wirken systemisch und gehen daher häufiger mit Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, seltener mit Sehproblemen oder Verstopfung einher. Botulinumtoxin-Injektionen werden meist gut vertragen, wobei vorübergehender Druckschmerz an der Einstichstelle oder eine leichte Muskelschwäche möglich sind.

Eine Operation hat wie jeder Eingriff Risiken und Nebenwirkungen und deshalb müssen hier Leidensdruck und Erfolgschance besonders gut abgewogen werden.

Eingehende Untersuchungen, eine klare Diagnose, umfassende Informationen über alle Dir möglichen Behandlungsoptionen und ein erfahrendes Team das Dich betreut, bringen Dir den besten Behandlungserfolg.

Wie lange dauert die Behandlung?

Wie lange eine Behandlung dauert, lässt sich nicht pauschal sagen, denn das hängt stark von der gewählten Methode ab. Antitranspirantien und Iontophorese sind keine einmaligen Maßnahmen, sie wirken nur, solange man sie regelmäßig anwendet. Botulinumtoxin hält mehrere Monate und muss danach wiederholt werden. Operative Verfahren sind in der Regel dauerhaft.

Hyperhidrose ist oft eine chronische Erkrankung. Das bedeutet aber nicht, dass du dauerhaft leiden musst. Es kann jedoch sein, dass eine Behandlung langfristig begleitet werden muss.

Häufige Fragen

Was kann ich langfristig erwarten?

Hyperhidrose lässt sich in vielen Fällen gut behandeln. Wenn die Therapie zu dir passt, kann sich das Schwitzen deutlich reduzieren und für manche Menschen nähert es sich wieder einem normalen Maß an. Dadurch wird der Alltag oft spürbar leichter und die Lebensqualität kann sich deutlich verbessern.

Bei der primären Hyperhidrose kann es außerdem vorkommen, dass die Beschwerden mit der Zeit von selbst nachlassen, zum Beispiel nach der Pubertät oder im höheren Erwachsenenalter. Das lässt sich aber nicht sicher vorhersagen. Viele Betroffene haben die Erkrankung über Jahre, manche auch dauerhaft.

Wann sollte ich zu einem Arzt gehen?

Du solltest eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • das Schwitzen deinen Alltag, Beruf oder dein soziales Leben einschränkt
  • du plötzlich stark schwitzt, ohne dass du das bisher kanntest
  • das Schwitzen nachts auftritt und dich weckt
  • Fieber, ungewollter Gewichtsverlust oder andere Beschwerden dazukommen
  • du erste Eigenmaßnahmen versucht hast, die nichts gebracht haben

Nächtliches Schwitzen und generalisiertes Schwitzen am ganzen Körper sind Warnsignale, die ärztlich abgeklärt werden sollten – sie können auf eine Grunderkrankung hinweisen.

Welcher Arzt ist bei Hyperhidrose zuständig?

Oft ist die Hausärztin oder der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Dort kann man einschätzen, ob eine andere Ursache hinter dem Schwitzen steckt und ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Wenn nötig, bekommst du auch eine Überweisung.

Für die Hyperhidrose selbst sind häufig Hautärztinnen und Hautärzte zuständig. Sie können die Beschwerden einordnen und mit dir besprechen, welche Behandlung grundsätzlich infrage kommt.

Wenn du dir von Anfang an eine spezialisierte Abklärung und eine klare Therapieplanung wünschst, kannst du dich auch direkt an das Deutsche Hyperhidrosezentrum wenden. Wir schauen uns deine Situation in Ruhe an und besprechen gemeinsam, welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Einen Ersttermin kannst du hier ausmachen. [Termin]

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?

Ob die Krankenkasse Kosten übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. . Einige Behandlungen wie Iontophorese oder Botulinumtoxin können von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, wenn ein ärztliches Attest die Notwendigkeit belegt. Andere Therapien, zum Beispiel miraDry, werden meist privat abgerechnet.

Da Krankenkassen im Einzelfall unterschiedlich entscheiden können, lohnt es sich, die Kostenfrage vor dem Behandlungsbeginn einmal konkret zu klären. Lass dich dazu in der Praxis beraten und frage zusätzlich direkt bei deiner Krankenkasse nach. So weißt du früh, welche Unterlagen nötig sind und womit du rechnen kannst.

Expert:innen, denen du vertrauen kannst

Medizinisch geprüft von PD Dr. Schick. Zuletzt Bearbeitet am 15.02.2026

Erstellt von der DHHZ-Redaktion. Medizinisch geprüft von Fachpersonen. Basierend auf evidenzbasierten Informationen und aktuellen klinischen Standards.

  • Lin Z., Lin M. Which patients are more likely to experience compensatory hyperhidrosis after endoscopic thoracic sympathectomy: a meta-analysis and systematic review (https://peerj.com/articles/19097/). Abgerufen am 15.02.2026.
Sweat drops on skin

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